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Mag. Julia Brandstätter
Schweidlgasse 3-5/2
1020 Wien

© 2018 by Julia Brandstätter

mind happens

Das Schlimmste, das jemals passiert ist, ist ein unhinterfragter Gedanke. Byron Katie
ÜBER MICH

Julia Brandstätter

geboren 1983

aufgewachsen in der Steiermark

seit 2001 in Wien lebend

Studium der Linguistik

Ausbildung zur DaF/DaZ-Trainerin

seit 2014 in der Erwachsenenbildung tätig

2018 Zertifizierung zum Coach durch den vtw
(Verband für The Work)

2019 Ausbildung zum Hypno-System Coach

Meine persönliche Geschichte mit The Work

Als ich 2011 inmitten einer Krise steckte, fragte mich meine Schwester, ob ich sie nicht zu einer Veranstaltung von einer gewissen Byron Katie begleiten möchte. Ich war skeptisch: wieder so ein Selbsthilfe-Bla-Bla wahrscheinlich. Mehr aus Trotz heraus recherchierte ich und stieß auf die so genannten „Katieism“, wie Zitate von Byron Katie genannt werden, z.B.; „Wenn du mit der Realität kämpfst, verlierst du. Aber nur jedes Mal.“ Die Wirklichkeit so annehmen, wie sie ist? Darf ich das? Muss man gar nicht ankämpfen? Macht mich das nicht zu einem passiven Menschen, dem alles egal ist?
Die anfängliche Abwehr wich einer großen Neugier und mit meiner dann doch recht spontanen Zusage habe ich mich selbst überrascht. Ich durfte an diesem Tag erleben, wie die Menschen, die zu Katie auf die Bühne kamen, sich vor meinen Augen wandelten. Zuerst sah ich verbitterte, traurige, wütende, verwirrte, ohnmächtige Menschen. Katie stellte ihnen Fragen. Und mit jeder Frage und den Antworten, die diese mutigen Menschen in sich selbst fanden, wurden sie entspannt, ruhig, dankbar, klar, befreit. Alles veränderte sich. Es tat sich ein völlig neuer Raum auf. Eine neue Welt voller Möglichkeiten. Diesen Prozess konnte ich dann auch bei mir erleben. Die Fragen luden mich ein, genau dort hinzuschauen, wo ich vorher nicht hinschauen wollte, weil ich dort etwas ganz Schreckliches vermutete. Die Leichen im Keller. Die dunklen Geheimnisse. Die Selbstanklagen. Meine Urteile über andere Menschen. Die Gedanken, die ich jeden Tag mit mir herum trug und die mich lähmten, die mir die Lebensfreude nahmen, weil ich unter ihrer Last regelrecht niedergedrückt wurde. Und was ich dann in der Stille beim Beantworten der Fragen alles entdecken konnte, war „mindblowing“. Das, was so schrecklich war, waren nicht die Umstände, die Dinge, die Menschen in meinem Leben, sondern meine Gedanken darüber. 
Durch The Work haben mich schon viele Ängste losgelassen. Oft bin ich durchflutet von Dankbarkeit, Lebensfreude und einem tiefen Frieden. Wenn ich die Realität so annehme, wie sie ist, gewinne ich. Und zwar jedes Mal.
Mehr Geschichten von mir findest du auf meinem Blog.

 

The Work

"The Work" ist eine einfache und wirkungsvolle Methode belastende Gedanken zu untersuchen, z.B.:

  • Mein Partner hört mir nicht zu.

  • Ich brauche von ihm, dass er meine Arbeit anerkennt und wertschätzt.

  • Meine Kollegin wälzt alles auf mich ab. 

  • Sie sollte freundlicher sein.

  • Ich bin nicht gut genug.

  • Es wird mir alles zu viel.

Diese und ähnliche stress-auslösende Gedanken kennen wir aus unserem Alltag. Jene Gedanken sind es auch, die uns das Leben schwer machen. Wenn wir diesen Gedanken anhaften (sie begleiten uns, oft unbemerkt, wir drehen uns ständig um sie), dann bewegen wir uns auf einem sehr eingeschränkten Weg, auf dem wir Erschöpfung, Frustration, Wut oder Enttäuschung empfinden. Mithilfe von "The Work" können wir diese belastenden Gedanken untersuchen und uns aus dem Gedankenkarussell befreien. Es tut sich ein weiter Raum, ein friedlicher Weg voll neuer Handlungsmöglichkeiten auf, wenn uns diese Gedanken schließlich loslassen, nachdem wir sie überprüft haben. Was übrig bleibt, ist Dankbarkeit, Respekt und Wertschätzung für uns selbst und unser Gegenüber. 

Ich selbst konnte in den letzten 7 Jahren intensiv an meinen eigenen Themen mithilfe "The Work" arbeiten und bin immer wieder von Neuem überrascht, wie tiefgehend diese Methode mein Leben zum Positiven verändert.


The Work läuft in 3 Schritten ab:
 

1.) Identifizieren eines belastenden Gedankens in einer konkreten Situation

2.) Stellen der vier Fragen der Work: 

  • "Ist das wahr?"

  • "Kannst du mit absoluter Sicherheit wissen, dass das wahr ist?"

  • "Wie reagierst du, was passiert, wenn du diesen Gedanken glaubst?"

  • "Wer oder was wärst du ohne diesen Gedanken?"

3.) Umkehren des Gedankens (Könnte das Gegenteil genauso wahr oder vielleicht sogar wahrer sein als der ursprüngliche Gedanke?)

Jeder dieser Schritte ist ein meditativer Prozess. Wir werden still und warten, welche Antworten in uns auftauchen.

Hier kann man das Arbeitsblatt "Urteile über deinen Nächsten" kostenlos herunterladen, das diesen Prozess unterstützt und Schritt für Schritt erklärt.

Hier kannst du dir auch kostenlos das "kleine Büchlein" herunterladen, in dem The Work erklärt und zusammengefasst wird, inklusive einer Anleitung zum eigenständigen Durchführen.

 
Häufig gestellte Fragen

Warum "mind happens"?

 - Als ich 2016 wieder einmal Katie in Wien erleben durfte, habe ich sie das sagen gehört: "mind happens". So wie ich es verstehe, meint sie damit, dass es nicht die Umstände, die Ereignisse oder andere Personen sind, die uns Stress bereiten. Es sind unsere Gedanken darüber. Vor der Untersuchung unserer belastenden Gedanken mit der  Work können wir uns oft als Opfer dieser äußeren Umstände fühlen. Nach der Untersuchung erkennen wir, dass das Schlimmste, was uns passieren kann, ein nicht untersuchter Gedanke ist. In dieser Erkenntnis liegt meiner Erfahrung nach die Freiheit. Oder - wie es Heinz Erhardt ausgedrückt hat: "Sie dürfen nicht alles glauben, was Sie denken."

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Die eigenen Gedanken hinterfragen... Ist das nicht Gehirnwäsche?

- Kurze Antwort: Ja, definitiv - wenn auch nicht so, wie du vielleicht denkst.

- Hier dazu meine ausführliche Antwort: Aus der Hirnforschung ist bekannt, dass wir jeden Tag etwa 50.000 Gedanken denken. Viele davon lassen uns strahlen, motivieren uns und bauen uns auf (Ich freue mich schon auf...; Ich kann das!; Heute ist schon Freitag; Er wird mir sicher weiterhelfen; Ich habe alles was ich brauche; Ich bin dankbar für...). Andere Gedanken wiederum drücken unsere Stimmung, entmutigen uns oder führen dazu, dass wir die Welt um uns herum aussperren, wieder zurück ins Bett und uns die Decke über den Kopf ziehen wollen (Ich schaffe das nicht; Ich muss noch....; Sie nimmt nie Rücksicht auf mich; Warum passiert das immer mir?; Immer muss ich mich um alles kümmern; Die anderen mögen mich nicht; Er sollte nicht....). Oft spuken diese Gedanken unaufhörlich in unserem Kopf herum und dadurch, dass sie uns ständig begleiten, bemerken wir nicht einmal, dass sie der Auslöser für unseren Frust, unsere Wut oder unsere Enttäuschung sind. Irgendwann fragen wir uns dann vielleicht, warum wir eigentlich ständig so müde und ausgebrannt sind und wo die Lebensfreude hin verschwunden ist, die wir als Kind in selbstvergessenen Momenten erfahren haben. Wir bemerken vielleicht auch, dass sich Süchte zeigen, mit denen wir versuchen diese Gedanken, diese Stimmen in uns zum Schweigen zu bringen. Das kann sich vielfältig ausdrücken, nicht nur durch den Konsum von Alkohol und Zigaretten, sondern womöglich auch durch übermäßiges Essen, durch Fernsehen, Videospiele, stundenlangem Internetsurfen, durch Telefonate mit unseren Freunden, bei denen wir unsere Probleme zum 5. Mal durchkauen, etc. Und das alles, obwohl wir wissen, dass wir uns durch diese Maßnahmen nur kurzfristig wohler fühlen, bis dann wieder alles von vorne beginnt.

Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass ich es als unglaublich hilfreich empfinde, wenn ich mir die Zeit nehme und mir  bewusst mache, welcher Gedanke mich denn gerade momentan so quält (Identifizieren des belastenden Gedankens). Meistens sind es aber ganz viele Gedanken auf einmal, was dazu führt, dass ich sehr verwirrt, verunsichert und/oder überfordert bin. Hier wirklich in die Stille zu gehen, hilft, eine Situation (aus der Vergangenheit oder aus der Zukunft) zu identifizieren, mit der ich dann arbeiten kann. Nach der Work spüre ich eine Leichtigkeit, eine Klarheit, einen Frieden in mir. In diesem Sinne empfinde ich die Work tatsächlich als Gehirnwäsche: Was da in meinen Kopf an konfusen Gedanken herumkugelt, erinnert mich an den Wäscheberg, der sich am Ende einer Arbeitswoche im Badezimmer auftürmt. Zuerst ist da einmal Überforderung, Stress beim Anblick dieses Berges - unbewältigbar. Dann nehme ich mir Zeit und beginne erst einmal die einzelnen Kleidungsstücke zu sortieren, ich bringe eine Ordnung und Struktur hinein. Dann folge ich den einfachen Anweisungen und werde letztlich mit strahlender, frischer Wäsche belohnt. Und ich erkenne, dass die Realität immer viel freundlicher ist, als die Geschichten, die ich darüber erzähle. Das Wichtigste ist aber, dass The Work nur zu den vier Fragen einlädt. Sie gibt nie die Antworten vor. Die Antworten findest du in der Stille, in dir selbst.

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Es gibt so viele schreckliche Dinge auf der Welt, wie z.B. Krieg und Terror. Ist das nicht völlig naiv und weltfremd das zu ignorieren und so zu tun als wäre alles schön?

- Es gibt Momente, da verzweifle ich an der Welt, an der Menschheit. Seit ich The Work und Meditation praktiziere, habe ich festgestellt, dass Gedanken wie "Es sollte keinen Krieg geben" sehr tief in mir wirken und mich lähmen, mutlos, oft paradoxerweise sogar aggressiv machen, da ich gegen diese Welt, wie sie ist, ankämpfen will, aber gleichzeitig auch sehe, dass das ein sinnloses Unterfangen ist. Dass es Krieg auf dieser Welt gibt, ist eine Tatsache. Ich finde dafür jeden Tag zahlreiche Beweise dafür in den Nachrichten. Diese Welt im Außen kann ich nicht ändern, das ist hoffnungslos. Ich kann mich aber diesem Krieg, der in mir tobt, zuwenden und hier wieder Frieden herstellen. Ich kann mich fragen, wo ich diejenige bin, die täglich Krieg führt (und das schon lebenslang). Da tauchen dann ich in der Stille zahlreiche Beispiele auf: ich führe Krieg gegen meine Familie, meine aktuellen und ehemaligen KollegInnen, meine Vorgesetzten, gegen ganze Institutionen und sogar gegen meinen Partner, wenn er sich nicht so verhält, wie ich das gerne hätte. Und das sind die Konflikte in mir, die ich lösen kann. Wenn ich diese Kriege in mir nicht beenden kann, wie kann ich es dann von der Welt verlangen?
Es gibt nur einen einzigen Menschen, der imstande ist, die Welt zu verändern. Das bin immer ich. Und das ist die gute Nachricht.

 
Kontakt
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Email: info@mindhappens.com